Gruß zum Sonntag
Gruß 1. Sonntag nach Trinitatis am 07.06.2026
von Pastor Kroglowski
„Wir sind 26“
Liebe Gemeinde,
Am 11. Juni startet die Fußball WM in Mexiko-Stadt. Mexiko trifft im Eröffnungsspiel auf Südafrika. „We are 26“ – unter diesem Motto geht die Fußball-WM an den Start, ausgetragen in Mexiko, den USA und in Kanada. „Wir sind 26“. Menschen in den drei Austragungsländern und als Fernsehzuschauer in der ganzen Welt sind eingeladen mitzufiebern. Die Fußball-WM soll ihrer aller Sache sein. Es gilt: „Wir sind 26“. Natürlich ist die Fußball Weltmeisterschaft in diesem Sommer auch ein großes Geschäft. Gerade darauf sollten wir auch einen kritischen Blick behalten, wenn der „Fußball-Gott“ immer mehr vom Geld regiert wird und die Ticket Preise in gigantische Höhen gehen. Die FIFA ist kein „Kind von Traurigkeit“. Und nur ihr Präsident Gianni Infantino hat ein geschätztes Jahresgehalt von gut 5 Millionen Euro.
Und doch! Im Vordergrund sollte der Fußball als Sport und Chance stehen. Dabei sein ist alles. Die Gemeinschaft über das einzelne Land hinaus und der Teamgeist zählen! Mannschaften aus aller Welt kämpfen um den Sieg, in jedem Spiel geht es um alles. Am Ende kann nur einer den Pokal in Händen halten und als Fußball-Weltmeister nach Hause fahren. Obwohl der Apostel Paulus selbst kein Sportler gewesen ist. Aber er muss doch etwas Ahnung vom Sport gehabt haben und macht sich im 1. Korintherbrief Gedanken um Kämpfen und Siegen: „Wisst ihr nicht, dass die, die in der Kampfbahn laufen, die laufen alle, aber einer empfängt den Siegespreis? Lauft so, dass ihr ihn erlangt“ (1 Kor 9,24).
Paulus schreibt nach Korinth, wo damals berühmte Sportwettkämpfe ausgetragen wurden. Paulus meint: Wer starten will, muss gut in Form sein. Und er muss ein Ziel haben. Beim Sport wie beim Glauben muss der Mensch in die Gänge kommen, ist es nötig loszulaufen, mit Kampfgeist und Geduld gleichermaßen. Paulus ermuntert seine Leser, gewinnen zu wollen, aber nicht, damit andere verlieren, und nicht so, sich auf Kosten anderer durchzuboxen und andere auszutricksen. Paulus weiß etwas von der Gnade Gottes, dass im Glauben wie beim Sport am Ende es nicht nur auf mein Siegen-Wollen ankommt, sondern dass ich manchmal ganz unverdient am Ende den Sieg davontrage. Paulus schickt seine Leser nicht in den gnadenlosen Kampf, sondern spornt sie an, mit sich selbst und untereinander gnädig zu bleiben, wie Gott mit uns ja auch gnädig ist. Paulus ermuntert uns, durchaus auch siegen zu wollen und den Sieg zu genießen. Aber doch in allem Kämpfen den nicht aus den Augen zu verlieren, der es gut mit uns meint. Auf die Plätze – fertig – los! Anpfiff! So wird es ein gutes Spiel, auf dem Platz und im Leben überhaupt, einzeln und mit vielen anderen, denn „wir sind 26“.
Eine gesegnete und sportliche Woche wünscht Euer Pastor Lars Kroglowski
P.S. Hier steht der Gruß zum Sonntag als PDF zum Download bereit!



